Biologie der Kopfläuse
Das Leben der Läuse
Kopfläuse
sind auf den
Menschen spezialisierte Parasiten, die fast ausschließlich im
Bereich
des Kopfhaares leben. Andere
behaarte Stellen des Oberkörpers
(Bart, Augenbrauen, Achselhaare) können
gelegentlich ebenfalls befallen sein.
Kopfläuse erreichen
eine
Größe von 2-3,5 mm, und sind am Rücken und
Bauch
abgeflacht. Je nachdem, wie lange die letzte Blutmahlzeit her ist,
haben
sie eine graue oder rötich-braune Färbung.
Läuse atmen durch
kleine Öffnungen (Tracheen) an Ihren Körperseiten.
Die
flügellosen
Insekten können nicht springen. Läuse
können
jedoch relativ schnell laufen, etwa 20
Zentimeter pro Minute. Dafür
besitzen sie drei Paar
kräftige Klammerbeine, mit denen sie sich an den Haaren
festhalten. Mit ihrem Stechrüssel saugen
sie alle zwei bis drei Stunden
Blut. Beim
Blutsaugen gelangt Speicheldrüsensekret in die Wunde. Der
Stich selbst ist schmerzlos, allerdings verursacht das Sekret
einen starken Juckreiz. Ohne
Nahrung verenden sie nach
etwa 55 Stunden. Als Überträger von Krankheiten
spielen sie in unseren Regionen keine Rolle.
Der
Lebenszyklus der Kopfläuse verläuft
in drei Stadien: Etwa acht Tage nach der Ablage der Eier
schlüpfen die Larven
(auch Nymphen genannt). Diese saugen bereits Blut, können den
Kopf des Wirtes wegen ihrer unvollständig ausgebildeten
Klammerbeine jedoch noch nicht verlassen. Nach drei Häutungen
innerhalb von acht bis neun Tagen werden die Nymphen
geschlechtsreif. Zwei bis drei Tage nach der
Paarung legen die Weibchen täglich
bis zu zehn Eier ab.
Der gesamte
Zyklus dauert in der Regel drei Wochen. In ihrem einmonatigen Leben
produziert das Weibchen etwa 100 bis 200 Eier. Diese werden mit einem
Gehäuse aus Chitin umschlossen und mit
einem wasserfesten Kit an den Haaransatz geklebt.
Bevorzugte Orte sind der Hinterkopf, der Nacken und der Bereich hinter
den Ohren. Die Eier werden als Nissen
bezeichnet. Diese sind nicht immer so gut sichtbar, wie auf dem Foto.